Flüchtlinge und Terry Pratchett

Ich habe heute diesen Kommentar gelesen: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fluechtlingspolitik-wie-die-sprache-langsam-verroht-a-1217061.html

Dabei kam mir diese Dialog zwischen dem Priester und Oma Wetterwachs aus „Ruhig Blut“ in den Sinn:

»Nun, meistens geht es bei den Diskussionen um wichtigere Dinge. Zum Beispiel findet derzeit eine interessante Debatte über die Natur der Sünde statt.«

»Was glaubst du? Bestimmt sind alle gegen die Sünde.«

»So einfach ist das nicht. Bei dieser Angelegenheit gibt es nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch viele Grautöne.«

»Unsinn.«

»Wie bitte?«

»Es gibt keine Grautöne, nur schmutziges Weiß. Es überrascht mich, dass du das nicht weißt. Und Sünde ist, wenn man Menschen wie Dinge behandelt, junger Mann. Das gilt auch für dich selbst. Genau darin besteht die Sünde.«

»Die Wirklichkeit ist ein wenig komplizierter …«

»Nein, ist sie nicht. Wenn jemand sagt, die Wirklichkeit sei ein wenig komplizierter, so bedeutet das nur, dass der Betreffende die Wahrheit fürchtet. Menschen wie Dinge behandeln – da fängt alles an.«

»Oh, es gibt bestimmt schlimmere Verbrechen …«

»Aber sie beginnen damit, dass man von Menschen so denkt, als wären sie Dinge …«

 

Menschen als Dinge behandeln. Damit fängt jede Sünde an. Und genau das ist das Problem….